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Das Kurhotel Quellenhof in Bad Bertrich

Ein Schnappschuss aus Oktober 2012. Wie gesagt, es ist eine Momentaufnahme, die sich jederzeit wieder ändern kann. Das gilt für alle meine Urlaubserlebnisse und Bewertungen.

Im Oktober 2012 wollte ich mal 5 unbeschwerte Tage in einer ganz ruhigen Ecke innerhalb Deutschlands verbringen. Da es meinem Vater nicht mehr so gut geht, sollte eine jederzeitige Abreise im akzeptablen Zeitrahmen möglich sein.

Duch Zufall kam ich auf das 140km entfernte Bad Bertrich dicht an der Mosel und fand sogar ein 5 Tages- Gutscheinangebot des (ehemals) ersten Hotels am Platze, dem Kurhotel Quellenhof.

Das mit dem Groupon Gutschein entwickelte sich zum Flop.

Doch 5 Tage über ein Wochenende waren auf Wochen hinaus ausgebucht, jeweils der Samstag war nicht verfügbar. Also mailte ich der Rezeption meinen Wunsch und die Chefin des Hauses und ich vereinbarten dann telefonisch einen 4-Tages Sonderpreis ähnlich diesem Gutschein.

Kofferpacken und los ging es am Dienstag Nachmittag, ein gesundes Schnäppchen im Kopf und guten Mutes, daß da nichts mehr schief laufen könnte. Wie fast alle Navi-Fahrer erwischte auch ich - von der Mosel kommend - die Ost-Einfahrt in den kleinen Mini-Kurort - nicht ahnend, daß es da kein Durchkommen geben sollte - und schlich mich dan verbotener Weise durch die enge Fußgängerzone bis zum allerletzten Hotel auf der Westseite durch.

Und ich bekam sogar (noch) einen hoteleigenen Parkplatz und konnte ausladen. Es war "natürlich" nichts reserviert. Dennoch bekam ich vom diensthabenden Kellner vorab ein Doppelzimmer im zweiten Stock und konnte nach dem Ausladen des Gepäcks mit meiner Mitreisenden im Hotelrestaurant platznehmen.

Das Essen (Schnitzel und Steak) war lecker und das Ambiente vorerst ok, es entsprach etwa einem alte gewordnenen 3 Sterne Hotel. Der Preis war auch leidlich ok.

Zu erwähnen ist noch, daß ich auch in einem 3-Sterne Hotel einen Aufzug zum 2.Stock voraussetze. Dieser hier stammte bestimmt aus einem Antiquariat, war aber in 2011 nochmal geprüft worden.

Beim Abendspaziergang um 20.30 waren wir dann alleine.

Unser Zimmer hatten wir nur ganz kurz gesehen und so spazierten wir erstmal durch den Ort bis zum Bad Bertrechter Film-Museum. In der menschenleeren Straße kam ein leichtes Kribbeln und Einsamkeitsgefühl auf. Es war zwar fast alles hell beleuchtet, doch es waren keine Menschen mehr auf der (Haupt-) Strasse. Diese kleine Hauptstrasse, die Kurfürstenstrasse, ist zwar ganz nett, jedoch nach 5 Minuten ist man durch und nach weiteren 5 Minuten wieder im Hotel.
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Das Hotel war um 1900 mal ein Kloster . . .

Zurück im geräumigen Altbau-Zimmer waren wir erfreut, es gab warmes Wasser und die Heizung funktionierte. Das war erfreulich, denn unten im Restaurant war nicht geheizt. Das Bad war modern und Waschbecken, Dusche und Toilette bestanden den ersten Test. Doch der Weg vom Bett ins Bad verlief über sehr lautes Knarren der alten Dielen, die scheinbar nur von einer Spanplatte abgedeckt waren. Dieses Knarren konnte Tote aufwecken. Auch daß der Boden beim Betreten immer mehrere Zentimeter nachgab, war nicht besonders vertrauenerweckend.

Also bin ich erstmal wieder zurück ins Treppenhaus, um dessen Konstruktion zu erkunden. Da gab es zum Glück massive Steintreppen mit massiven Stahlträgern, die zumindest im Brandfall eine Flucht ermöglicht hätten.

Nebenan hatten wir beim Kofferausladen einen älteren Herrn gesehen, der uns durch seinen Hustenreiz aufgefallen war. Im Zimmer schien es, als säße er neben uns auf dem Sofa, so hellhörig waren diese beiden Zimmer. Nach ca. 1 Std hatte er seinen Husten im Griff oder war eingeschlafen.
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Am ersten Morgen . . . .

Frühstück von 8.oo bis 10.oo Uhr, also früh aufstehen, um Niemanden vom Personal zu irritieren. Im Restaurant war es wieder kalt, in der Nacht kühlte nämlich das ganze Tal auf knapp 0 Grad ab. Die Autos hatten teilweise Raureif angesetzt. Es war 9.30, als wir im Restaurant einliefen. Die Butter war nahzu alle, 3 Scheiben Schwarzbrot waren noch übrig, die Brötchen waren alle und von 3 Joghurtschüsseln waren zwei völlig leer und eine enhielt Reste.

Zwei überaus freundliche weiblich Bedienungen fragten uns nach Tee oder Kaffee, der dann auch recht schnell gebracht wurde, taten aber beim Hinweis auf Butter und Brot völlig überascht und verschwanden in der Küche. Bei mir hat jedes Hotel am ersten Tag seinen "Karenztag der Nachsicht".

"Das kann ja mal vorkommen." Die Marmelade war unter Aldi Niveau, der Aldi-Tee war leidlich ok. Das nachgereichte Brötchen war schlimm. Also Schwarzbrot und Marmelade, eine für mich komische Kombination, aber ok, gerade noch ok.

Vom Sonnenschein entschädigt . . .

Ein strahlend blauer Himmel entschädigte, in der Hauptstrasse hatten mehrere Kaffees auf und leckerer Kuchen war ausgestellt. Das war ein Lichtblick. - Ein Snack und ein leckeres Stück Kuchen erfeuten das Herz und den Gaumen - zum Glück.

Zum Abendessen sind wir in das Hotel zur Mühle gegangen. Kommentar: Mustergültiger Service, sehr attraktive Preise, sehr gute Qualität. Man merkte, der Chef war allgegenwärtig und der ganze "Laden" funktionierte.

Bad Bertrich am A... (Ende) der Welt ist erst dann einen Besuch werte, wenn Sie nicht mehr laufen können und kurz vor dem Rollstuhl sind. Das war also mein Eindruck von dem Kurort ohne Kuren.

Lesen Sie mal, was es noch alles dort gab.......

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