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Eine Familiengeschichte aus trüben Zeiten

Unsere Familiengeschichte in seltenen Bildern bis zurück in die 1930er Jahre. Unsere Eltern waren beide Baujahr 1919 und hatten die reichsdeutsche Katastrophe von 1945 hautnah miterlebt. Beide Elternteile waren in den besten Jahren, beide gutaussehend und von den Großeltern gut erzogen, hatten sich bei der UFA in Berlin kennengelernt und in 1943 mitten im Krieg kurz nach Stalingrad entschlossen, den vielleicht letzten Weg des Lebens gemeinsam zu gehen. Es war eine für damalieg Zeiten ganz normale Kriegsheirat mit ein paar Besonderheiten. Doch darauf komme ich noch.
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Ich bin eine Hälfte des Ergebnisses vom Juni 1949

Beide Elternteile kamen - zumindest körperlich - unversehrt aus den Kriegs- und Nachkriegswirren heraus. Alleine das war bereits eine Ausnahmesituation. Darum zuerst ein Blick auf die Gegebenheiten dieser Zeit. Wieviel echte Liebe aus dieser Kriegsheirat von 1943 verblieben war, kann ich nachträglich nicht mehr beurteilen. Unsere Mutter vertraute mir - aber erst sehr sehr spät - an, daß es durchaus vergnügliche Stunden im Kuschelbett gegeben habe. In der direkten Nachkriegszeit wohnten sie beide (zwangsläufig) in einer Mansarde im Ellricher Postamt ganz oben unter dem Dach - mit nur einem gemeinsamen Bett.
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Die Großeltern aus Berlin und Hamburg

Auch die Eltern unserer Eltern hatten die Kriegswirren mehr oder weniger angeschlagen überlebt. Unsere Großeltern aus Hamburg, Max und Selma Redlich verloren in den Hamburger Bombennächten alles, das ehemals 7 stöckige Haus war nur noch 1 Meter hoch. Es blieb nichts übrig. Unser Opa Max hatte darüber nie etwas verlauten lassen. Er war in Hamburg Amtsleiter eines großen Postamtes mit über 100 Mitarbeitern und damit auch in der Partei und vermutlich nicht nur ein Mitläufer in der NSDAP. Dieser Thema wurde nie angesprochen..

Die Großeltern aus Berlin Eduard und Helene Schandl verloren auch fast alles, weil die Stadtwohnung in der Tickstraße in Berlin Mitte ebenfalls ebeneerdig zerbombt war. Doch Opa Eduard hatte eine kleine Laube im Garten in Karow gebaut und einiges ausgelagert. Er hatte es geahnt, daß es so kommen würde, hatte mir unsere Berliner Oma erzählt, auch sehr sehr spät, als ich bereits über 20 Jahre alt war. Auch hier gab es schwer verdauliche Themen, die wurden so gut wie nie angesprochen.
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Ein paar Daten zu unseren Eltern und Großeltern :

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  • Unsere Mutter Valeria : 1919 - 1989 †
  • Unser Vater Gerhard : 1919 - 2017 †
  • Unsere Oma Helene in Berlin
  • Unser Opa Eduard in Berlin
  • Unsere Oma Selma in Hamburg / Ellrich
  • Unser Opa Max in Hamburg / Ellrich - † Dez. 1974 mit 87 Jahren
  • Unsere Ur-Oma Schulze in Ellrich

 

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